02.04.11

Bayerische Impfwoche: Masern und Keuchhusten betreffen auch Erwachsene

Immer mehr Erwachsene erkranken nach Ministeriumsangaben an den so genannten Kinderkrankheiten Masern und Keuchhusten. In den vergangenen Jahren sind zunehmend Jugendliche und Erwachsene betroffen - häufig mit schweren Komplikationen wie Lungenentzündung oder Entzündungen des Gehirns, teilte Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) am Freitag in München mit. Er rief zum Auftakt der Bayerischen Impfwoche (4. bis 9. April) dazu auf, sich gegen die üblichen Infektionskrankheiten impfen zu lassen.
Dies ist die "einfachste und wirksamste Prävention" und schützt einen selbst sowie seine Mitmenschen.

Masern verlaufen bei Jugendlichen und Erwachsenen oft schwer

Im vergangenen Jahr sind in Bayern 219 Masern-Fälle gemeldet worden, ein Drittel davon bei Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren, ein weiteres Drittel Erwachsene zwischen 18 und 39 Jahren. Rund 70 Patienten mussten stationär im Krankenhaus behandelt werden. Bei diesen schweren Verläufen ist der Anteil in der Gruppe der jungen Erwachsenen mit 52 Prozent besonders hoch gewesen. Auch in diesem Jahr sind in Bayern bereits wieder 110 Masernfälle gemeldet worden.

Um die Krankheit einzudämmen, müssten sich mehr Menschen impfen lassen, erklärte Söder. Nach Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation sollten mindestens 95 Prozent der Kinder zweimal gegen Masern geimpft sein. Derzeit sind knapp 94 Prozent der Schulanfänger in Bayern einmal geimpft, fast 86 Prozent haben einen vollständigen Impfschutz.

Keuchhusten kann zu Atemstillständen führen

Keuchhusten kann bei Säuglingen zu lebensgefährlichen Atemstillständen führen. Da sie in den ersten Lebensmonaten noch nicht geimpft werden können, sind sie darauf angewiesen, dass die Menschen um sie herum die Krankheit nicht verbreiten. Bei Erwachsenen äußert sich Keuchhusten oft nur als hartnäckiger Husten und wird nicht selten erst sehr spät entdeckt.

Impfstatus regelmäßig kontrollieren

Nehmen Sie daher nicht nur alle empfohlenen Impftermine für Ihr Kind beim Kinderarzt wahr, sondern lassen Sie auch Ihren eigenen Impfstatus regelmäßig beim Arzt überprüfen. 

Quelle: dpa / www.schutz-impfung-jetzt.de